„KUNST WÄSCHT DEN STAUB DES ALLTAGS VON DER SEELE“- dieser Spruch hing - er hängt wahrscheinlich noch immer - in der Musikschule, in der ich als Kind Geige spielen lernte. Ich erinnere mich, dass ich ihn früher überhaupt nicht verstanden habe und in meiner blühenden Phantasie ziemlich seltsame Bilder und Vorstellungen zu diesem Zitat hatte. Vor kurzem habe ich diesen Spruch wieder gelesen – und endlich begriffen. Immer schon hielt ich Kunst, Musik, Bücher, Theater für sehr wichtig in unserem Leben, ob aktiv produziert oder passiv genossen. Im Alter von 13 Jahren traf ich meine Entscheidung.  Als Tochter einer Krankenschwester  und eines Dirigenten  waren mir die beiden Berufshintergründe meiner Eltern (Soziales und Künstlerisches) immer sehr wichtig und richtungsweisend.  Als ich das erste Mal im Wiener Akzent Theater im Zuge einer Kindertanzaufführung auf der Bühne stand, wusste ich: „Das will ich, das muss ich beruflich machen.“
Daher habe ich nach der Matura mit meiner Ausbildung  bei den Performing Arts Studios Vienna begonnen und  mit sehr lieben Jahrgangskollegen den Beruf einer Musicaldarstellerin erlernt.

Die Zeit zwischen Studienabschluss (mit Auszeichnung) und heute ist angefüllt mit vielen Erfahrungen und - Gott, sei Dank - guten und spannenden Jobs.  Seit ich mit meinem Vater in Berlin – während einer Vorstellung, versteht sich (!) – auf einer Drehbühne gestanden bin und Twist getanzt habe (und danach diese Show vom Orchestergraben aus verzaubert anschauen durfte), ist mein Hang zu „Drehbühnen – Theater“  nicht zu unterdrücken. Ich bin stolz, dass ich die Chancen hatte, an solch großen Häusern zu spielen: an der Grazer Oper, am Stadttheater Klagenfurt, an der Wiener Volksoper, am Theater St.Gallen, am Renaissance- und am Raimundtheater in Wien, ja soger am Folies Bergère und Théâtre Mogador in Paris.

Dazwischen gab es jede Menge kleinerer Spielstätten mit Super-Projekten, als Beispiele: "Basketball meets Musical" (Sängerin beim Konzert für den Verein "Swans", Stadttheater Gmunden 2017), "Liebe, Tod und Schokolade" (Sängerin bei einem Galaabend in Wien Floridsdorf, 2016), „Ecumenicam Must“ (Sängerin bei einem Tanzprojekt im Rathaus in St.Veit an der Glan und im Stadttheater Klagenfurt, 2012), „Leben im Grenzbereich“ (Lesungen über Klaus Kinski, Regie Eva Jankovsky, 2011), Tonaufnahmen für einen Online- Audioguide des Architekturzentrum Wiens, 2010, „Absolut Uwe“ (als Sängerin und Tänzerin bei Uwe Krögers´Show, Regie Werner Sobotka, Choreographie Simon Eichenberger, musikal. Leitung Herwig Gratzer, in der Stadthalle und auf Tournee, 2009/2010), "Dinner and Musical" (als Sängerin in Weinheim D, 2009), „Matinee zum Gedenken an Susi Nicoletti“ (als Sängerin im Rabenhof, 2006).

Film/Fernsehen? Ja, bitte: Werbespot für „Baumax“ (Stepptanz, Choreographie Maria Blahous, 2004), Tänzerin beim Kiddy Contest, ORF 2001, Sängerin bei der ORF Produktion „C+M+B“ (Komponist Thomas Rabitsch, Regie Kitty Kino, 2000), choreographische Assistenz bei "Franz Ferdinands Hitagarage", Kids TV 2012 und beim "Vögele"-Werbedreh 2013.

Mein Quartett „Q4“ hat schon zwei Konzerte in der „Sargfabrik“, Wien 14., gesungen (2006 und 2007; Danke, Papa, für die Begleitung am Klavier).

Und – schon Ansätze zur Choreographie? Na, klar:
Bei der Präsentation des Vereins Anima (2003), bei Schulaufführungen für „Grease“ (2006) und „Reise um die Welt“ (2007), sowie bei einer Produktion der Vienna Dance Kids „Fairy Tale“ (2010; hier sogar – gemeinsam mit Barbara Endl - verantwortlich für Buch und Regie). Außerdem choreographierte ich das 2 Personen Musical "I Do! I Do!" (2014 im Theater Drachengasse Wien).

Seit 2009 bin ich Mitglied bei „teatro“, einem Verein zur Förderung des Musiktheaters für die ganze Familie, und unterrichte dort bei Workshops und in der 2010 gegründeten Musical Academy Teatro. In den Bereichen Step, Jazz und Ballett bin ich immer wieder als Lehrerin an verschiedensten Musik-, Tanz- und Volkshochschulen tätig.

Kaum zu glauben bei dem Terminplan: ein Privatleben gibt’s auch noch. Danke an all meine Lieben für Euer Verständnis...

Macht mir Spaß, das „Entstauben der Seelen...“

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